Kurz erklärt - Was ist selektive Entwurmung?
In der Selektiven Entwurmung, einer zeitgemäßen Strategie zur…
Chlamydien sind obligat intrazelluläre gramnegative Bakterien, die ein breites Krankheitsspektrum bei Mensch, anderen Säugetieren und Vögeln verursachen.
Die aktuelle Nomenklatur trennt die Chlamydien aufgrund molekularer Gegebenheiten in Chlamydia spp. und Chlamydophila spp. Diese Einteilung ist jedoch umstritten, so dass für die klinische Praxis weiterhin alle Arten unter Chlamydia spp. zusammengefasst werden können.
Die Übertragung von Chlamydien erfolgt meistens oral durch die Aufnahme kontaminierten Trinkwassers oder kontaminierter Nahrung. Die Infektion kann auch durch das Einatmen von getrocknetem Kot und getrockneten Sekreten sowohl über die Augenschleimhaut als auch über die Nasenschleimhaut stattfinden. Chlamydien können auch sexuell übertragen werden.
Chlamydien-Bakterien verursachen bei Tieren ein breites Spektrum an Krankheiten. Einige dieser Arten sind auf den Menschen übertragbar und haben eine erhebliche Bedeutung für die öffentliche Gesundheit. C. abortus und C. psittaci sind von besonderer Bedeutung, da sie Aborte bzw. Psittakose beim Menschen verursachen können. Chlamydieninfektionen verlaufen im großen Teil ohne klinische Erscheinungen. Bei einer klinischen Infektion können verschiedene Organe betroffen sein. Chlamydiosen des Rindes wurden weltweit sporadisch gemeldet und werden mit Infektionen des Respirations- und Urogenitaltrakts, mit Bindehautentzündung, Darmentzündung, Gelenkentzündung, Euterentzündung und Hirn- u. Rückenmarksentzündung in Zusammenhang gebracht. Daran sind hauptsächlich drei Arten beteiligt: C. abortus, C. psittaci und C. pecorum. Es gibt nur wenige Informationen über die Verbreitung und Epidemiologie der ChlamydienInfektion beim Rind, trotz deren großen wirtschaftlichen Bedeutung.
Der enzootische Abort des Schafs bzw. der Ziege wird durch C. abortus verursacht und wird als Hauptursache für den Lämmerverlust bei Schafen in ganz Europa angesehen. Infizierte Schafe scheiden das Bakterium in großen Mengen mit den vaginalen Ausflüssen, Milch, Kot, Harn oder mit dem Fruchtwasser nach der Geburt aus. Bei nichtträchtigen Schafen verläuft die Infektion ohne sichtbare Anzeichen.
C. abortus hat auch eine Bedeutung bei Neuweltkameliden (Alpakas, Lamas), jedoch ist über ihre Verbreitung bisher wenig beschrieben. In den vergangenen Jahren mehrten sich aber die Fallberichte und Studien zum Nachweis von diesem Aborterreger auch bei Neuweltkameliden. C. abortus kann bei Neuweltkameliden Früh- und Fehlgeburten, aber auch Geburten lebensschwacher Fohlen auslösen. Es ist daher wichtig sowohl bei Wiederkäuern als auch bei Neuweltkameliden auf die Zuchthygiene zu achten, da eine sexuelle Übertragung des Erregers zwischen den Tieren beim Deckakt sehr wahrscheinlich ist.
Chlamydien wurden auch in vielen Vogelarten z. B. Truthühner, Enten, Papageien und Tauben nachgewiesen. C. psittaci ist die Hauptursache der Chlamydiose der Vögel (Ornithose), und auch die wichtigste Chlamydien-Infektion, die vom Tier auf den Mensch übertragbar ist (Zoonose). Sie ist weltweit verbreitet und trifft am häufigsten Papageienvögel.
Wir können Chlamydien in Kot, Harn, Nachgeburt, Fruchtwasser, abortierte Föten oder Teilen davon (Leber, Milz, Mageninhalt) oder in zellreichen Tupfer von allen Schleimhäuten nachweisen.
Die Diagnostik der Chlamydiose erfolgt stets molekular mit PCR-Verfahren, da die Erreger nicht angezüchtet werden können.
Differenzialdiagnosen: u.a. Infektion mit Leptospiren, Toxoplasma und pathogenen E. coli
Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Diagnostik von Parasiten, Bakterien und Viren vor allem im Rahmen der Gezielte & Selektive Entwurmung. Wir bieten Untersuchungen auf Durchfallerreger an, führen Darmflora- und Mikrobiomanalysen durch und überprüfen ob Resistenzen gegen Wurmmittel vorliegen.
Auch die Bestimmung von Pflanzen, Würmern, Insekten und Spinnentieren finden Sie in unserem Angebot.